Der Wald im Klimawandel
Der Wald, die Forstwirtschaft und der Klimawandel standen im Mittelpunkt der Informationsfahrt des OV Piding mit dem Mitglied des Europaparlamentes von Bündnis90/Die Grünen, Cem Özdemir am 3. August 2008.
Cem Özdemir nutzte die Gelegenheit anlässlich seines Besuches im Berchtesgadener Land und besichtigte die vom Orkan Kyrill verwüsteten Wälder an der Alpenstrasse.
Der Wald und die Forstwirtschaft sind in zweifacher Weise vom Klimawandel betroffen:
1. Die sich verändernden klimatischen Bedingungen verändern die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der heimischen Forstwirtschaft zum Teil erheblich. Die zunehmenden mittleren Temperaturen, die sich verändernden Niederschlagsmengen und deren Verteilung über das Jahr haben werden einen erheblichen Einfluss auf die Baumartenverteilung der zukünftigen Wälder haben. Bereits heute muss sich der Waldbesitzer mit dieser Frage intensiv auseinandersetzen, denn der heute begründete Wald muss und soll in seiner Zusammensetzung Jahrzehnte, ja sogar Jahrhunderte überdauern und stabil sein.
Die zunehmenden Windstärken machen dem wald vor allem in exponierten Lagen sehr zu schaffen. Großflächige Windwürfe sind nicht nur ökonomisch eine Katastrophe, auch unser Lebensraum in den Alpen ist dadurch gefährdet.
2. Unsere Forstwirtschaft leistet aber auch einen positiven Beitrag zum Klimawandel, ist quasi nicht nur Opfer sondern vielleicht auch Retter in der Not.
Wälder sind Kohlenstoffspeicher, denn die Bäume nehmen beim Wachsen das Kohlendioxid aus der Luft auf und verwandeln es in den Roh-, Bau- und Werkstoff Holz. Holznutzung stellt somit einen wesentlichen Beitrag dar, denn in den Holzprodukten ist das Kohlendioxid über lange Zeit gespeichert.
Holzprodukte lassen sich darüberhinaus auch noch sehr energieeffizient produzieren und am Ende das Lebensweges können wir die Energie im holz noch zur Energieerzeugung nutzen.
Holz ist somit der Stoff in dem die Zukunft steckt.





